Die ersten zwei Minuten

Die Eröffnungsszene / This are the first 2 min. Hope you like it.

Advertisements

Die Umsetzung

Der Film orientiert sich streng an der Originalstory. Selbst die Dialoge sind meist wortgetreu – kommen doch so nette Sätze vor, wie „Mrs. Otis (..) was quite English, and was an excellent example of the fact that we have really everything in common with America nowadays, except, of course, language.“

Für den Stoff sprachen mehrere Gründe:

      • Die Geschichte ist frei. Oscar Wilde starb am 30 November 1900 und somit sind seine Werke mittlerweile gemeinfrei, wie es die Juristensprache so schön benamt. Man braucht also keine schlechte Geschichte zu erfinden, sondern man kann sich darauf konzentrieren eine gute möglichst interessant zu erzählen – und zwar so, dass auch diejenigen, die sie kennen, ihren Spaß dabei haben werden.
      • Sie ist spannend und komisch. Zwei Elemente, die für einen 3D-Film ideal sind. Da lässt sich gut inszenieren – von schön gruselig bis hin zu heftigem Slapstick – halt alles was sich in 3D hervorragend macht.
      • Die Art und Anzahl der Schauplätze und Protagonisten ist überschaubar. Es kommen weder kontinent-verschlingende Desaster noch riesige Kriegsheere vor. Also ein Umfang, den auch Amateure stemmen können
      • Sie spielt meist in der Nacht und in dunklen Räumen. Ein Faktum, dass nicht unerheblich ist, wenn sich die Gestaltungskünste .. äh .. nun ja .. in Grenzen halten. Eine schöne düstere Umgebung vermittelt die rechte Stimmung und verdeckt gnädig all die kleinen Fehler, die da so auftauchen können.
      • Es gibt Stimmen zur Story. Zwei Sprecher haben freundlicherweise (übrigens bereits lange vor dem Start des Filmprojekts) die Dialoge aller Charaktere eingesprochen. Und diese Sprachaufnahmen stehen jetzt jedermann, also auch für einen Film, zur Verfügung. Amateure können ja fast alles an einem 3D-Film alleine machen – Drehbuch, Kamera, Darsteller, Kulissen, Regie .. except, of course, language .. äh .. die Stimmen.

Tja, und nicht zuletzt war es mir wichtig, dass etwas, was mich über mehrere Jahre beschäftigen würde, auch interessant genug für mich selbst ist und es über die Dauer auch bleiben wird.

Ich habe nicht den Anspruch mit Profis mitzuhalten, immerhin mache ich den 45-Min-Film ganz alleine und meine Resourcen sind naturgemäß begrenzt. Es ist auch von Anfang an als Amateuerprojekt gedacht, ohne projektkillende Hyperambitionen. Aber es soll Spass machen …

So fiel die Wahl: Mr. Canterville Ghost – ihr Auftritt bitte!


Der Film

Mein aktuelles und zugleich auch bislang ambitioniertestes Projekt ist „The Canterville Ghost“, nach der Kurzgeschichte von Oscar Wilde. Es ist die erste 3D-Verfilmung des Stoffes.

Daten:


Der Film basiert auf der bekannten Kurzgeschichte „The Canterville Ghost“ von Oscar Wilde. Sie wurde erstmals im Jahr 1887 in der Londoner Zeitschrift „The Court and Society Review“ veröffentlicht und war das erste erzählerische Werk des Schriftstellers.

Zwar gibt es davon bereits mehrere Verfilmungen, doch so gut wie allen ist gemeinsam, dass sie nicht die Originalgeschichte erzählen – sondern eine „angepasste“ Fassung bieten. Selbst in der berühmtesten Verfilmung von 1944, mit Charles Laughton, Robert Young und Margaret O’Brien, attackiert das Gespenst nicht den neu eingezogenen, amerikanischen Besitzer des Schlosses, sondern eine Gruppe US-Soldaten, die hier Quartier nehmen.

A propos „Charles Laughton“: Es sei jetzt bereits verraten, dass jener erste Darsteller des Canterville-Geists einen Cameo-Auftritt im Film hat. Wie und wo wird aber nicht verraten.